These boots are made for walking

Samstag, 20. Februar 2010

Ein Plädoyer für die "Entenschuhe"


Ich hab mir eben ein paar UGG-Boots gekauft, diese bequemen, kuscheligen, hinreissenden Schaffell-Stiefel, die im Moment so trendy sind (Von Frauen und Modebegeisterten geliebt, von Männern gehasst. Leider). Und wo braucht man warme Füsse? In St. Moritz. So testete ich meine neue Errungenschaft im Nobel-Skiort. And I'm so glad I did...



Vom allerersten Moment, in dem ich mit meinen kalten Füsse in das weiche und luxuriöse Schaffell stand, wurden sie gewärmt. Es war sofort um mich geschehen und ich war überzeugt, wenn es so etwas gibt wie den „Fuss-Himmel", dann hatte ich ihn eben betreten.


I war ein klein wenig besorgt, ob ich mit den UGG's nicht männlich genug ausshen könnte. Ich meine, normalerweise trage ich schwere Bikerboots und DIESES Schuhe an meinen Füssen hatten doch eher etwas katzenartiges.


Ich muss aber auch eingestehen, dass ich ein ziemlicher "Freerie" bin und ich schon den Kälteschock kriegte beim Gedanken, dass ich mit meinen ungefütterten Bikerboots auf dem Schneepfad zwischen dem Suvretta House zum Badrutt's Palace erfrieren musste. So gesehen, war es das kleinere Übel, mit meinem neuen UGG-Style den Weg unter die Füsse zu nehmen.


Ich stellte gleichzeitig fassungslos fest, dass jedes Schulmädchen neben der Skipiste UGG-Boots trug - in jeder nur erdenklichen Farbe. Und die Mütter trugen sie ebenso und auch schon die kleinsten Babys. Aber die Väter nicht. Warum nicht? Diese Frage nistete sich in meinem Kopf ein.

Nun, ich habe ja alles mögliche über UGG Boots gehört von ganz unterschiedlichen Menschen, Fashionpeople aber auch andere. Was mir am meisten auffiel: es gibt nur zwei Seiten und beide sind fanatisch. Die einen lieben die UGG's über alles, die anderen hassen sie abgrundtief.


Dass halb Hollywood die australischen Schaffellstiefel trägt - übrigens egal, ob im Sommer oder im Winter - überraschte mich hingegen nicht.


Di unendlich erfolgreichen UGG's sind schliesslich der Inbegriff von Komfort. Und das müssen sie auch sein. Denn wenn sie nur wegen ihres Looks beurteilt würden, dann würden Sie schlecht abschneiden: überdimensional, unelegant und überhaupt keinen Stil-Regeln folgend, wie wir von der Vogue vorgesetzt bekommen.


Vielleicht ist es ja genau das, was diese Stiefel so cool macht. Wenn man es aus Männersicht anschaut, dann kann man bei dunkelbraunen oder cognac-farbenen Stiefeln mit Profilsohle noch ein Auge zudrücken, da sie praktisch aussehen.


Und übrigens. Ich lief die acht Kilometer nach St. Moritz und zurück auf einem Meter Schnee mit einer unglaublichen Behaglichkeit in mir. Mit warmen Füssen! Perfekt.


... und für die Ästheten: Wie wir alle wissen, liegt die Schönheit im Auge des Betrachters. Oder?


Kategorien: Clifford Lilley
Clifford Lilley

Clifford Lilley

Der international tätige Stylist und Buch-Autor ("Der Dresscode" mit Jeroen van Rooijen) beäugt die Star-Outfits an den grossen Events. Für StyleMe analysiert er, was top ist.

Ich krieg ein Baby! Und was ziehe ich an...?

Dienstag, 16. Februar 2010

Liebe StyleMe-Mag-Leser

Nachdem ich euch nun eine ganze Weile von meinen internationalen Party-Tipps und Fashion-Trends berichtet habe, muss ich mich vorerst vom internationalen Partyleben verabschieden, denn ich werde zum ersten Mal Mami!


Aber bloß deshalb muss mein Style-Blog nicht sterben, er wird halt einfach etwas sachlicher und vor allem reifer (kann man wohl so sagen), denn an Stelle vom internationalen Tanzparkett und von Promis, gibt's einen Mami-Blog über meine Schwangerschaft, volle Windeln und Umstandsmode zu lesen.


Was aber natürlich nicht weniger Glamour bedeuten muss!


Mami werden ist das tollste auf der Welt, auch wenn es die eine oder andere Veränderung mit sich bringt, es macht richtig Spass!


In diesem Beitrag geht es um das Thema "Umstandsmode".


Auch wenn ich noch nicht ganz so rund bin, wie ich es vielleicht in einem Monat sein werde, habe ich festgestellt, dass es eigentlich gar keine spezielle Umstandsmode gibt, sprich man kauft halt einfach anstatt XS und S eine M oder L. Ausser Hosen...


Ich hatte anfänglich noch die Illusion des berühmt bekannten BELLY BUTTON. Tolle Sache, aber leider keine Hilfe, wenn die Hose dann mal wirklich nicht mehr passt.


Gut als Zwischenlösung aber, sobald der Bauch "rundet", gibt es nur eine: Die Schwangerschaftshose vom H&M mit dem bequemen Stoffschlauch, den man sich über den Bauch ziehen kann.


Natürlich ist diese Hose alles andere als glamourös aber das hat ja auch nicht mehr erste Priorität in der Schwangerschaft.


So sieht es zumindest im Winter aus.


Der Frühling jedoch macht inpunkto Mode wieder richtig viel Spass!


Ich habe für euch in Anna's Frühlingskollektionen rumgewühlt und bin fündig geworden!


Für alle, die dieses Jahr schwanger sind (oder werden) haben Glück: Schwarze Leggings oder Strumpfhosen zum kurzen Kleidchen sind wieder IN! Für alle werdende und gewordene Mamis, die ein Facebook-Account haben, sollten in der offiziellen MAMALICIOUS-Gruppe beitreten:


http://www.facebook.com/group.php?gid=234061911414&ref=ts


RACHA TRÄGT:
- Schwarzes Kleid: Clara black, K by Karl Lagerfeld, CHF 290.00 & Highheels Callan schwarz, CHF 145.00
- Beiges Kleid: Boel sand, CHF 340.00 & Sandale Capri pale taupe, CHF 119.00, Tasche Yellitto gelocht gelb, CHF 460.00
- Kleid indoux pure white, By Malene Birger, CHF 460.00 & Sandale Roman naturale, CHF 179.00


Kategorien: Racha Fajjari
Racha Fajjari

Racha Fajjari

Als Model und Networkerin tanzt sie auf internationalem Parkett an vorderster Front mit. Für StyleMe berichtet sie über Fashion und VIP's all over the world.

Ich sehe schwarz

Dienstag, 16. Februar 2010

Soso. So sieht sie also aus, die Mode für den Herbst/Winter 2010 (Ich klappere zur Zeit gerade die Agenturen ab nach Kleidern, die ich im nächsten Herbst bei StyleMe anbieten möchte):

Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Schwarz. Lederschwarz (Lederleggings, oh ja!). Schwarz. Schwarz. Schwarz. Grau. Pailettenschwarz. Schwarz. Tomatenrot, Electric Blue. Grau. Neonfarben (oh nein).


Wie immer gibt es ein paar Alibi-Farben, die im Herbstgrau besonders gut zur Geltung kommen. Aber schwarz ist nicht wegzukriegen. Und dies ist auch richtig so. Sonst hätten gefühlte 90% der Schweizerinnen und Schweizer nichts mehr anzuziehen.


Was macht die Farbe schwarz zum Evergreen? Um nicht zu sagen: everschwarz.


Schwarz ist klassisch und elegant und kriegt dadurch die Attribute des Teuren gleich mitgeschenkt (ohne, dass man dafür die dicken Scheine aus dem Geldbeutel ziehen muss).


Schwarz ist die Farbe des Modernen, aber nicht des Modischen (wir sind ja keine 15 mehr, wollen gerne auch mal Dame sein).


Schwarz ist die Farbe der Abgrenzung (Seelsorger tragen gerne schwarz und die meisten von uns haben als Teenager in der sympathischen Selbstfindungs-Phase schwarz lieben gelernt).


Schwarz ist geheimnisvoll. Ein Werbespruch des New Yorker Kaufhauses Neiman Marcus lautet: »Frauen, die Schwarz tragen, führen ein farbenfrohes Leben.« Sehr schön. (Wir sind also nicht faul und langweilig, weil wir immer und immer wieder zu schwarz greifen.)


Schwarz ist mysteriös. Funktioniert durch Verweigerung. Das wirkt anziehend (Machen Sie den Selbstversuch: Gleicher Wochentag, gleiche Bar, einmal schwarzes Kleid, einmal blaues Kleid - wann werden Ihnen mehr Visitenkarten zugesteckt?).


Kein Wunder, sucht jede Frau ein Leben lang nach dem perfekten kleinen Schwarzen (rangiert in der weiblichen Search-Engine gleich nach dem richtigen Mann).


Schwarz ist geheimnisvoll, elegant, zeitlos, modern, mysteriös, perfekt.


Man könnte meinen, es gäbe nichts einfacheres zu designen. Papperlapapp. Auch eine Coco Chanel stöhnte: »Scheherazade ist einfach, ein kleines Schwarzes ist schwer.« Als sie es aber geschneidert hatte, das kleine Schwarze, machte sie daraus eine globale Einheitskluft (die bis heute anhält), in dem sie 1926 in der Mode-Bibel Vogue ein Foto veröffentlichte mit der Fürbitte: "Wird eine Art von Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden". Amen:


Ursprünglich als Kleid für die vielen Witwen des Ersten Weltkrieges gedacht, mauserte es sich zum absoluten Klassiker.


Schwarz ist zeitlos. Schwarz passt immer. Schwarz ist ... Liebe.


Dies ist Ihre Antwort, Frau Journalistin (die mich am letzten Donnerstagabend beim "Werber des Jahres" fragte, ob es einen tieferen Sinn hätte, dass ich ein schwarzes Kleid und schwarze Haare tragen würde)!


Für die schwarzen Haare lasse ich mir noch etwas einfallen.


Kategorien: Anna Maier
Anna Maier

Anna Maier

Anna Maier war Gründerin von StyleMe.


FEINHEIT Grafik Zürich – CI/CD, Webdesign, Flash, Webshop, XHTML/CSS