Vacation issue

Sonntag, 20. Juni 2010

Wir haben das ganze Jahr über geschuftet! Bis spät in die Nacht gearbeitet und auch am Wochenende blieb der Laptop auf Stand-by. Aber das ist nun vorbei. Wir haben ihn uns verdient, unseren Urlaub!


Die Vorfreude ist gross. Wenn da nur nicht die Vorbereitungen wären. Reiseapotheke kaufen, Traumbikini finden, Lektüre auswählen, den I-Pod mit den neusten Sommertracks füttern und dann, spätestens am Vorabend des Abreisedatums, muss ja noch der Koffer gepackt werden.


Ich weiss ja nicht wie es Ihnen geht, aber ich erledige diese Aufgabe immer auf den letzten Drücker. Ich rede mir Tage vorher ein, dass diese Aufgabe wohl am schnellsten erledigt ist. Ein paar Shirts, Jeans, Flip-Flops und Bikini und die Sache ist erledigt.


Die Realität sieht ganz anders aus. Die Frage steht mir ins Gesicht geschrieben: „Was soll ich bloss mitnehmen?" Schnell ist klar was man braucht und unbedingt in den Koffer muss. Schwieriger ist die Frage „Was will ich mitnehmen?". Eine Jeans oder doch zwei, wie viele Shirts? Und dann kommt es noch darauf an, wohin die Reise geht. Wer einen City Trip gebucht hat, wird nicht das selbe einpacken wie das Beach-Girl.


Falls es Ihnen ähnlich geht, dürfen Sie sich nun etwas zurücklehnen. Denn diesen Sommer packe ich für Sie den Koffer. Zumindest im übertragenen Sinn und vor allem im Bezug auf die Basic Essentials. Denn egal, ob Sie an den Strand fahren, eine Stadt unsicher machen oder zu Hause bleiben, ich habe mir für Sie Gedanken gemacht, was in welchem Fall unbedingt mit in den Urlaub muss.


City-Trip
Was hier nicht fehlen darf ist ein Stadtplan und ihre Kamera. Wer wirklich nur Sightseeing macht, muss nicht gleich die Wandermontur hervorholen. Ausserdem ist es in den grossen Städten oft schwül und daher machen sich luftige Sommerkleider sehr gut. Meistens verlässt man morgens das Hotel und kehrt erst spät nachts wieder. Es empfiehlt sich also, eine dünne Jacke (Jeans, Cardigan etc.) einzupacken. Vorausgesetzt man hat eine grosse Tasche, in der man auch alles verstauen kann. Dazu sollten Sie bequeme Ballerinas wählen, die Sie vorher schon eingelaufen haben.


Beach
Sie fahren also an den Strand. Natürlich braucht es da zwei, drei Bikinis. Vergessen Sie Ihr Strandtuch nicht. Es muss nicht unbedingt ein dickes, fussliges Badetuch sein. Legen Sie sich einen riesigen Pareo zu. Erstens können Sie ihn für an den Strand zum Kleid knoten und zweitens legen Sie sich beim Sonnen auf ihn. Wenn das mal nicht platzsparend ist. An die Füsse lassen Sie nichts ausser Ihre Flip-Flops. Alles andere wäre zu heiss. Wer es lieber „angezogen" mag wie Kate Moss, wählt Jeansshorts und ein Karohemd für an den Strand. So wurde das englische Model, nämlich vor kurzem von Paparazzi abgelichtet.


Festival
Wer zu Hause bleibt, muss nicht traurig sein. Es gibt hier so viel zu tun. Unter anderem kann man zahlreiche Festivals und Openairs besuchen. Bei der Outfitwahl für den Besuch eines solchen Events, habe ich mich ganz klar vom Coachella Valley Music & Arts Festival inspirieren lassen (unbedingt googeln, tolle Outfits!). Mein Vorschlag: verspieltes Kleid mit Römersandalen und ganz viel Schmuck.


Trip in den Norden
Manche mögen‘s...kühl! Da muss schon was wärmeres her. Wen es dieses Jahr in den Norden zieht packt Jeans, Boots und einen dünnen Pullover ein. Natürlich kennt man auch im Norden die Sonne. Aber bei Regen machen Sandalen einfach keinen Spass. Und wenn ein frischer Wind weht, sind wir für wärmende Baumwolle dankbar.


 

Kategorien: Ramona Perchia
Ramona Perchia

Ramona Perchia

Die ehemalige StyleMe-Praktikantin lebt ihre Leidenschaft für Mode durch und durch. Mit wachen Augen beobachtet sie die Trends in den internationalen Fashion-Magazinen wie auch auf den Schweizer Strassen. Ihr Blog dreht sich rund um ihre erforschten Styling-Tipps und -Tricks.

WM-Uniform, wie langweilig

Samstag, 12. Juni 2010

Sie ist da!! Die Weltmeisterschaft 2010.


Endlich. Und mit ihr die langen Abende in lauschigen WM-Lokalen. Eine Grossleinwand, ein kaltes Bier - und alle Multikulti-Fehden sind während der Dauer von 90 Minuten ausgeblendet.


Noch besser: Man sieht sie endlich, die Schweizer, die Emotionen zeigen - und das sogar öffentlich. Sogar die unsäglichen Vuvuzelas (macht euch eigentlich das ständige Gesumm im Stadion nicht auch kirre? Ich bin überzeugt, es ist eine berechnend eingesetzte Verwirrungstaktik für die Gegner von Südafrika!) findet man für einen Abend valable Stimmungsheber.


WM 2010, sei herzlich gegrüsst!



Toll, dieses ansteckende, diese Lebensfreude. Nur: Warum müssen sich die Menschen während der WM so seltsam anziehen? Warum verlieren auch stylische Leute plötzlich jeglichen Geschmack? Ist man mit Mannschaftsleibchen ein besserer Fan?


Plötzlich sieht man Männer und Frauen seltsam kostümiert. Mit Flaggenleibchen. Dass auch auf den ersten Blick klar ist, für welche Mannschaft das Herz schlägt. Nur eines ist sicher: die T-Shirts verschwinden meistens bei vorangeschrittener WM und tiefer sinkender Punktezahl der Mannschaft von der Bildfläche.



Aber noch ist es nicht soweit: Italien läuft mir über den Weg, Deutschland auch und ein paar hoffnungslose Romantiker tragen gar das Schweizerkreuz auf der Brust!


Es scheint ein stillschweigendes Abkommen zu geben zwischen Flaggenshirt-Trägern und solchen, die sowas nie anziehen würden: Man spricht nicht darüber. Oder haben Sie schon mal ein "Pfui, was ist denn das für ein gruuusiges Liiiblii?!" gehört? Eben.



Es geht noch weiter! Leute, die solche Shirts nicht tragen, die tragen keine, weil sie keine tragen wollen. Einfaches Prinzip. Punkt. Und jetzt sollen plötzlich auch die sich noch eins überziehen: Eine Arbeitskollegin verriet mir, dass ihr Liebster Zuhause an der Garderobenstange alle möglichen und unmöglichen Mannschaftsshirts hängen habe für Gäste, die nicht in der WM-Kluft erscheinen. Da kann man sich dann eines ausleihen für den lustigen Fussballabend.



Man stelle sich nun vor, man kommt als letzter und da hängt dann nur noch das Shirt von ... zB der Slowakei. Möchte man dann wirklich den ganzen Abend damit rumlaufen?


Da greift man am besten zu Malfarben und pinselt sich die Flagge auf die nackte Haut. Kommt auch nicht mehr drauf an, oder?


Fotos:
flickr/erlan
flickr/SpreePiX Berlin


Kategorien: Anna Maier
Anna Maier

Anna Maier

Anna Maier war Gründerin von StyleMe.

Ich packe meinen Koffer

Samstag, 12. Juni 2010

Ich packe meinen Koffer mit ... bzw... ohne ...

 


Ihr kennt bestimmt das Kinderspiel „Ich packe meinen Koffer mit ...", das wir als kleine Knirpse so oft und so gerne gespielt haben. Als ich erst kürzlich mit unserer 6-jährigen Nachbarstochter dieses Gedankentrainings-Spiel spielte, fiel mir auf, dass sie weder Kleider noch Schuhe einpacken würde. Was aber in ihrem Mary Poppins Koffer Platz hatte, waren Bäume, Autos, Telefon oder Häuser; einfach alles, was sie während dem Spiel um sich herum sah.


Wie es das Schicksal wollte, „musste" ich einige Tage später meinen realen Koffer für die, an einer Benezfiz-Tombola gewonnen Malediven-Ferien, packen. (Kein Witz! Sitze soeben auf der Terrasse meines Strandbungalows auf Vakarufalhi im Ari-Atoll, während ich diese Zeilen schreibe, hähä).


Immer wieder ging ich diese sehr kurze Packliste durch und jedesmal musste ich mich vergewissern, dass „Schuhe" nicht auf der Liste standen. Es war so abstrakt. Ich bin weiss Fashion-Gott keine Schuh-Fetischistin, aber einen Koffer ohne Schuhe zu packen, ist wie mit der Titanic ohne Schwimmweste zu reisen, oder nur mit Dolce ein Eis essen zu gehen und den Gabbana an der Copa stehen zu lassen.


Erstaunlicherweise schaffte ich es, und konnte somit flink und keck meinen kleinen und leichten (!) Koffer zum Check-in rollen. Notabene, für den Flug trug ich selbstverständlich bequeme Turnschuhe. Doch als ich den Fuss auf das fast unberührte Insel-Paradies setzte, schmiss ich meine Sneakers in die Ecke und schwebe seither barfuss, wie Robinson Cruso oder Brooke Shields in der „Blauen Lagune" (einfach ohne Freitag und ohne blond gelockten Jüngling) über das Atoll.


Ein kleiner Schritt für mich, ein grosser für meine daheim gebliebenen Schuhe.


Kategorien: Jessica Mor
Jessica Mor

Jessica Mor

unterstützt mit ihrem Newsletter jesselespool.com alle, die eine Wohnung in und um Zürich suchen oder los werden möchten. Für StyleMe schreibt sie über modische Begehrlichkeiten.


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