Traumkleid

Montag, 14. März 2011

Kann man für ein Stück Stoff Gefühle entwickeln?


Was auf den ersten Blick etwas banal erscheint, ist eine ernstgemeinte Frage.


Wenn man all die verzückten Gesichter sieht, die sich samstäglich auf die Pirsch machen, um neue Kleider zu jagen, dann muss man eingestehen, dass da mehr sein muss zwischen einem Menschen und einem Kleid als blosse Alltagstauglichkeit.


Und deshalb darf man auch sagen: doch, ich habe mich in dieses Kleid verliebt.


Weil es Glücksgefühle auslöst, weil es mir gut tut, weil es mir steht und weil es mich überallhin begleitet.


Ein Glücksfall, dieses Traumkleid. Es hat mich beim Einkauf angelacht: "Nimm mich! Nimm mich!" Und ich konnte nicht anders, als es anzuziehen und dann begeistert einzukaufen, damit Sie dasselbe erleben können.


Probieren Sies aus! Glücksgefühle sind garantiert.


 


Beschrieb:


Diese sommerliche Tunika (die sich hervorragend als Kleid tragen lässt), steht JEDER Frau mit jeder Figur. Tolle Farbe, passt wunderbar zu leicht gebräunter Haut. Das Kleid eignet sich für ins Büro (mit Pumps), zum Ladies-Lunch (mit Ballerinas), ins Museum (mit Wedges), in die Badi (mit Sandalen), an ein Dinner (mit Highheels). Und wenn’s kalt wird einen Cashmere-Cardigan drüber und Leggings darunter. Noch Fragen? 100% Baumwolle waschbar 40° Rückenlänge ca. 89cm

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Anna Maier

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Anna Maier war Gründerin von StyleMe.

Ordertour Herbst Winter 2011

Mittwoch, 23. Februar 2011

Man soll in der Gegenwart leben!


Was fürs allgemeine Leben stimmen mag, findet in der Mode absolut kein Gehör.


Hier lebt man ausschliesslich in der Zukunft. Zumindest, was die Order anbelangt.


Zur Zeit bin ich auf Bestelltour für den Herbst/Winter 2011. Dabei hilft es mir tatsächlich, dass momentan draussen winterliche Verhältlnisse herrschen. Sobald es etwas wärmer wird, schwindet nämlich die Lust, sich weiterhin mit dicken Pullovern und Grobstrick-Cardigans zu beschäftigen. Dann schreit das Herz nach luftig-leichten Kleidchen (wie sie momentan bei uns täglich in grossen Paketen angeliefert werden - bestellt habe ich diese aber bereits im letzten August).


Wie und wo bestellt man Mode als Wiederverkäufer (dies hilt für einen physisch existierenden Verkaufsladen genauso wie für den Online-Shop)? Diese Frage wird mir immer wieder gestellt.


Nun, praktisch jedes Modelabel ist bei einer Agentur untergebracht, die zwei- bis viermal im Jahr Wiederverkäufer einlädt, um die neuen Designs zu besichtigen und zu bestellen (in der Schweiz, in Mailand, in München).


Die Schwierigkeit: Wie positiioniere ich welches Label? Ich möchte ja nicht, dass unsere über 20 Marken sich selber konkurrenzieren. Bestelle ich beim einen Label eine für den Herbst ultra-angesagte rote Lederleggings, dann focussiere ich mich auf eine Marke, wähle die schönste Hose aus und verzichte beim anderen Label darauf bzw suche mir dort einen "Schlüssel-Artikel".


Bei Basics bin ich vorsichtig, die kauft man eher bei H&M oder Zara. Was ich suche, sind die modischen Teile, die durch raffinierte Details auffallen und mit ihrer Qualität überzeugen.


Man kann das Mode einkaufen auch mit dem Kauf von Aktien vergleichen.


Auch wenn gewisse Trends erkennbar sind, ist ein Jahr zuvor selten klar, welche Trends auch wirklich von den Modebegeisterten getragen und zu einem richtigen Trend heranwachsen. Wüsste man dies immer, dann hätte man immer richtig viele Arrtikel an Lager und nur Bestseller im Angebot.


In der Realittät gibt es Artikel bzw Labels, die ausverkauft sind, sobald die Artikel bestellbar sind (aktuell zu beobachten bei unserem neuen Label "indiwoman by indiviudal" - bereits am ersten Tag waren drei Artikel komplett ausverkauft). Dies führt manchmal zu einem Frustpotential ("meine Grösse ist immer schon weg!"), aber lässt sich nur schwer ändern. Denn selbstverständlich gibt es auch Artikel , die etwas weniger beliebt sind und in jeder Grösse erhältlich wären, aber sie bleiben liegen.


Manchmal gibt es auch die überraschenden Trends. Jüngstes Beispiel aus der letzten Saison: die angesagte Fell-Mütze. Beim Einkauf nahm ich eher widerwillig 10 Stück an Lager, meinte schmunzelnd, dass vielleicht Hundehalter sie bei ihren langen Winterspaziergängen gut gebrauchen könnten. Und im Nu waren alle ausverkauft und zu sehen sind sie einfach ÜBERALL. Dass dieser Trend einen solch durchschlagenden Erfolg hatte, fand ich eher erstaunlich.


Wieviel kaufe ich von welcher Grösse? Dies ist ein gut gehütetes Geheimnis. Natürlich haben wir über die letzten zwei Jahre einen Schlüssel entwickelt, meistsens geht er auf, manchmal nicht. Eben: Wie ein Aktienkauf.


Aber genau diese Unberechenbarkeit macht den Job so spannend. Und natürlich, dass man ganz nah dabei ist, wo Trends enstehen.


 

Anna Maier

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Man trägt wieder Neonfarben - muss das sein?

Sonntag, 23. Januar 2011

Es war ein gelber Pullover, leuchtend, wie nur Neonfarben zu leuchten vermögen. Ich zog ihn jeweils hinter dem Haus aus. Weil es auch für eine Kinderseele irgendwo eine Erträglichkeitgrenze gibt. Neonfarben mochte ich nicht. Ich war sogar überzeugt, dass meine Teeniepickel ein Ausdruck meines Abscheus gegenüber dieser Unfarben war.

Und nun kommen sie also wieder.


 


Neonfarben halten Einzug in die Haute Couture.


Was normalerweise für Warnwesten und Schutzkleidung und - eben - Chindsgibändel benutzt wird, tragen nun Models über die Laufstege von London und Mailand.
Und es ist kein modischer Ausreisser. Burberry Prorsum, Prada und Gucci setzen auf Kleider als Leuchtmittel. Was auch immer passiert ist, ob alle denselben 90er-Techno-Traum hatten,


2011 folgen nach einem dezenten grau, beige, schwarz-Jahr die lustigen Farben.


 


Shocking Pink, Safran Gelb, Grasgrün, Granatrot und Electric Blue.


Achtung Gefahr! Wenn die Neonkleider an Models toll aussehen, dann bedenke man, dass an Models ausnahmslos alles so wirkt wie an uns nur nach gehörigem Styling-Aufwand.


 


Mit Argusaugen werde ich beobachten, ob dieser neue Modetrend sich von alleine egalisiert. Wenn ich aber sehe, wie meine Tochter schon gierig auf das Kleid in Shocking Pink äugt, dann ahne ich nichts beruhigendes.


 


Sie würde sich wohl auch meinen verhassten neongelben Pullover anziehen. Oder noch lieber den pinkfarbenen Tüll mit getupftem Tellerrock.


Ich kann ja mal ihren alten Chindsgibändel in ein Kleid einnähen. Es wird ein harter Frühling :-).


 


PS. Obwohl... Wenn Safrangelb auch zu Neonfarben gehört, dann bin ich nun wohl geheilt: Unser Cardigan Sanije dijon von By Malene Birger, in den hab ich mich schon ein klein wenig verliebt...


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Anna Maier war Gründerin von StyleMe.

Der schicke Mann und seine Frauenkleider

Donnerstag, 13. Januar 2011

Steffen Schraut. Herr des guten Geschmacks.


Sein Lieblingsstoff ist Schokolade. Seine Kleider aber sind besser als diese.


Schreibe ich hier gerade einen Werbetext?


Fakt ist: Steffen Schraut imponiert mir.


Er ist einer dieser Menschen, die nicht stromlinienförmig durch's Leben gehen, die Dinge tun, worüber andere den Kopf schütteln und am Schluss eben doch Recht kriegen.


Aber von vorne:


Steffen Schraut ist Banker. "Du sollst etwas richtiges lernen", haben auch ihm besorgte Eltern mitgegeben, er gehorchte. Um schon bald zu merken, dass sie ihn nicht befriedigte, diese Welt aus Schein und Scheinen.




Steffen Schraut können wir Frauen nicht haben, wir können ihn aber tragen.


Er wollte Bügelsex (Lena, das erkläre ich dir ein andermal).


Bügelsex nennt er Kleider, die das Begehren der Frau schon wecken, wenn sie einfach an einem Bügel hängen.


 



Beyoncé verliebte sich, Liz Hurley und eine ganze Reihe von deutschen Fernsehstars.


Weiblichen, versteht sich.


Steffen Schraut zeichnet Frauenkleider.


Warum?


"Frauenkleider lassen mir in meiner Kreativität unendliche Möglichkeiten. Ich kann spielen mit Materialien, Formen, kleinen Details."


Die kleinen Details, die Frauen so glücklich machen und Männer so selten verstehen.


Hier eine Masche, dort Pailetten und erst der Stoff! Ganz klar: hier wird man eingelullt.


Versteht er uns wirklich?


In der nächsten Saison geht nichts ohne...?


"Schleifentops aus Seide, handschuhweiche Hotpants und Blusen, Röcke oder Kleider mit schwarz-créme farbenen Tupfen."


Oh ja, er versteht.



Carla Bruni und Madonna sind seine Stilikonen


Und wie modisch ist die Schweizer Frau?


"Sie kleidet sich stilvoll und trendbewusst. Eine wichtige Rolle spielt ein gewisses Understatement, dies ist auch nach meinem Geschmack. Daher von mir ganz klar ein grosses Kompliment! Tip Top!"


Sagt's, als würde er in der Jury einer Castingshow sitzen. Und genauso hat man eine gewisse Freude an diesem Kompliment.


 


Am Küchentisch entstanden seine ersten Shirts, mittlerweilen gehört er zur oberen Liga der deutschen Designer. 2001 war seine "Geburt" (wie deine, Lena). Und man mag ihm ein langes Leben wünschen. Denn er hilft, unseres ein bisschen schöner zu machen.


 


 


PS: Es wurde eben doch ein Werbetext. Aber dieser Designer ist einfach gut. Punkt.


PS.2: Bilder seiner Kollektion unter dem Label "STEFFEN SCHRAUT" - jetzt erhältlich auf StyleMe.ch.

Anna Maier

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Anna Maier war Gründerin von StyleMe.

Silvester-Kleid

Sonntag, 26. Dezember 2010

Mein Tipp für Silvester 2010:


Das Kleid Hollisia black von By Malene Birger: nie over- und nie underdressed.


Geht für festliche Einladungen wie für's Familienfest.


Für's rauschende Fest: mit hautfarbenen (unbedingt im selben Farbton wie Beine! Nicht heller!) oder feinen schwarzen Strumpfhosen und Highheels kombinieren. Dazu eine edle schwarze Lacklederclutch. Kein Schmuck.


Für's Familienfest: blickdickte schwarze Strumpfhosen und hochhackige Stiefel oder aber auch schwere Boots dazu kombinieren.


Einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Ihre Anna Maier

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Jede Rappe zählt

Samstag, 11. Dezember 2010

Helft helfen!


Jede Rappe zählt - die Spendenaktion von DRS3, SF und der Glückskette - geht in die zweite Runde.


Vom 13.12.-18.12.2010 senden die Moderatoren Nik Hartmann, Tom Gisler und Anic Lautenschlager aus der Glasbox vom Bundesplatz in Bern.


Kommt vorbei! Lasst uns alle spenden. Wir sammeln für Kinder im Krieg.


 


Fakten zu Kindern im Krieg


2009 waren 43 Millionen Menschen auf der Flucht.
Jeder zweite Flüchtling auf der Welt ist ein Kind.
Pro Jahr sterben 200'000 Kinder in bewaffneten Konflikten (alle 2 Minuten ein Kind).
In den letzten 10 Jahren sind rund eine Million Kinder durch Konflikte zu Vollwaisen geworden.
Im gleichen Zeitraum wurden sechs Millionen Kinder verstümmelt.
250'000 Kinder unter 18 Jahren sind weltweit als Kindersoldaten im Einsatz.
In Zentralafrika sind 57 Prozent aller Flüchtlinge jünger als 18 Jahre.
52 Franken reichen, um 100 Kinder in Entwicklungsländern mit Schulheften auszustatten.


 


Ein Traum wird wahr - und alle profitieren davon


Sehen wir uns in Bern? Neben ganz ganz vielen anderen bin auch ich vor Ort im Einsatz. Ich bin für die Auktionen zuständig. Dieses Jahr gibt es zB


- den Koch des Jahres 2011, Peter Knogl, in eurer Küche


- ein Besuch auf dem Filmset vom Schweizer Film-Regisseur Marc Forster


zu ersteigern.


Alle weiteren Infos gibt's unter www.jrz.ch


 


Warm um's Herz


Wer bei der Glasbox in Bern vorbeischaut, um seine Spenden abzugeben oder die Gäste zu hören (Zucchero, Stress, Baschi und viele mehr), zu sehen (BR Doris Leuthard, Melanie Winiger uvm), mit ihnen zu lachen (Oropax, Divertimento uvm), der sollte sich warm anziehen. Stau vor dem Spendenschlitz gibt kalte Füsse. Auch wenn euch hoffentlich - wie uns - warm um's Herz wird ob all der positiven Energie, die hier zu spüren ist.


Ich freue mich auf alle, die kommen und alle, die spenden. Zusammen können wir etwas ganz grosses kreieren!


 


Foto: flickr/Julian Harneis


 

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Ich steh noch nicht da, wo ich will

Montag, 22. November 2010

Blick am Abend, 17. November 2010


Michael Perricone


Man kennt sie vom TV oder von DRS3. Aber Anna Maier ist auch CEO und verkauft Mode im Internet.


 


Sie sind seit genau zwei Jahren Unternehmerin - hat sich der Schritt gelohnt?


Auf jeden Fall. Es hat mich und mein Denken verändert. Wenn ich heute beispielsweise in einem Laden vier Verkäuferinnen und keine Kunden sehe, setzt bei mir sofort mein Renditerechner ein. Da wir in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit gestartet sind, stehen wir finanziell aber noch nicht ganz da, wo ich will. Immerhin konnten wir im Vorjahresvergleich den Umsatz deutlich steigern.


 


Ohne Ihre Bekanntheit wären Sie wohl nicht ins Business gekommen.


Das ist Vor- wie Nachteil. Die Modebranche hat allgemein zu kämpfen und beäugt misstrauisch, wenn jemand in ihren Markt eindringt. Der Kampf um Kundschaft wird teilweise ziemlich aggressiv geführt.


Nehmen Sie Einfluss auf die Kollektion oder sind Sie nur Namensgeberin?


Ich bin für den Einkauf verantwortlich. Jedes einzelne Teil ist von mir selber ausgesucht.


 


Top Shop, Ihr Hauptkonkurrent in der Schweiz, ist aktueller.


Alle arbeiten mit denselben Kollektionsrhythmen, deshalb sind alle ähnlich aktuell. Unser Vorteil gegenüber den Shops im Ausland: Bei uns muss kein Einfuhrzoll bezahlt werden und die Produkte sind schon am nächsten Tag im Briefkasten.


 


Schuhe übers Internet kaufen würde mir nie in den Sinn kommen.


Sie sind ein Mann. Männer kaufen anders ein. Wenn eine Frau aber einen Schuh gesehen hat, den sie unbedingt will, dann ist es für sie nebensächlich, auf welchem Weg er zu ihr findet. Sollte er nicht passen, schickt man ihn einfach zurück.


 


Trotzdem: Klassische Katalogverkäufer machen dicht, weshalb sollte der Verkauf übers Internet besser sein?


Wir bieten auch individuelle Styling-Beratungen an. Die Kundin kann uns ein Foto schicken und wir stellen ihr einen zu ihrem Typ passenden Look zusammen. Wir versuchen, innovativ zu sein.


 

Kategorien: Anna Maier, Presse
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Gestiefelte Looks

Montag, 18. Oktober 2010

Blick am Abend, 11.10.2010


Redaktion: Ana Maria Haldimann



TREND-TRETER


Cowboy- und Bikerboots sind diese Saison nicht wegzudenken. Doch der Look dazu ist eine Gratwanderung.


Denn beide Schuhe haben ihren ganz eigenen Charakter und verlangen nach anderen Begleitern.


 


BIKERBOOTS


Dazu passen: Farben wie Grau, Schwarz und Rot. Punkelemente, Leder und Totenköpfe.


DO: Die Original Bikerboots gehören in die Welt der Motorradfahrer. Die modische Interpretationen werden demnach auch von besonders coolen Girls getragen. Schauspielerin Hayden Panettiere kombiniert ihre Stiefel ideal und zwar zu dunklen Jeans, Lederjacke und Pilotenbrille.


DON'T: Leider hängt sich Jungschauspielerin Miley Cyrus ihre Hippie-Kette um, schlüpft in Hotpants mit Spitzenbordüre und streift dann ihre Bikerboots über. Damit hat sie gleich mehrmals daneben gegriffen. Bitte beim nächsten Mal Jeans oder blickdichte Strümpfe wählen (nackte Haut ist weder bei den Boots noch auf dem Motorrad erwünscht).


 


STIEFEL: TOMMY HILFIGER Hudson 4 black, CHF 330.00


 

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Ritsch Ratsch - Haare ab

Montag, 11. Oktober 2010

WARUM schneidest du deine Haare?" - „Bist du schwanger?" - „Das machst du bestimmt nicht!" tönte es vor meiner Haarschneide-Aktion.



Der wirkliche Grund? Ich hatte nach über einem Jahrzehnt Langhaar Lust auf eine optische Veränderung. So, wie wenn ich ab und zu den Kleiderschrank ausmiste, wollte ich mich jetzt von meinem alten Zopf trennen. Einfach so.



Ich trug den Wunsch dennoch ein halbes Jahr schwanger bis ich mich dann Ende letzter Woche tatsächlich traute.



Und es wäre gelogen, wenn ich nicht zugeben würde, die Nacht davor ziemlich schlecht geschlafen zu haben. Ich albträumte von einem Ultrakurz-Bob, der oberhalb der Ohren aufhörte, ich albträumte, meine Weiblichkeit zu verlieren.



Und dann sass ich plötzlich auf dem Friseur-Stuhl, schaute mit unsicherem Blick in den Spiegel. Sollte ich wirklich?


 


Es dauerte gerade mal ein paar Sekunden bis der alte Zopf schwer zu Boden fiel. 30cm gestutzt. Keine lange Mähne mehr.


 


Ritsch ratsch, Haare ab. Hier noch etwas und da.



Und dann? Schaute mich eine Fremde aus dem Spiegel an. Und DAS war wirklich etwas seltsam.



Ich beäugte mich auf dem Weg nach Hause in jedem Schaufenster und jedem Spiegel und sah eine neue Person. Ein ziemlich merkwürdiges Gefühl.



Und von allen Seiten wurde ich auf meinen neuen Kurzhaar-Schnitt angesprochen. Vor allem von Langhaarigen, die mir alle verrieten, dass sie dies schon lange auch tun wollten, aber den Mut bisher nicht gehabt hätten.


 


Ob man sich anders fühlt mich kurzem Haar?



Ja, und zwar gut! Und deshalb: ja, ich würde es wieder tun.



Nie mehr lange Haare im Badewannen-Ablauf, nie mehr Haarknäuel auf dem Parkett.



Falls Sie Ihr Langhaar schon lange schneiden wollten und sich nicht trauten: Einfach tun!



Ich finde, es lohnt sich.


 


Haare/Foto: Sandro Bross
Make-Up: Claudia Röhner

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College-Style

Sonntag, 03. Oktober 2010

Drehen wir ein paar Jahre zurück.


Was für Erinnerungen haben Sie an Ihre Gymnasiums-, Austauschjahr-, Studien-, Lehrzeit?


Jung, frei, offen, abenteuerlustig. Bestimmt könnten wir alle ein paar Anekdoten erzählen aus dieser Zeit, in der wir alle noch sehr grün hinter den Ohren waren. Es war aber auch eine unbeschwerte Zeit, in der wir uns nicht um Job, Kinderbetreuung, Beziehungsgeschichten kümmern mussten.


Wir waren einfach.


Und genau dieses unbekümmerte Freiheitsgefühl überkam mich, als ich am Wochenende mit diesem College-Blazer unterwegs war.


Er steht für mich für eine Findungsphase, die eine sehr glückliche war. Nun, ein paar Jahre später, lässt sich mit einem wohligen Lächeln zurückschauen.



Probieren Sie's aus! Vielleicht ergeht es Ihnen ja gleich.


 


Look College:


Blazer Twill midnight, Tommy Hilfiger, CHF 325.-
Jeggings Navy rinse blue, Patrizia Pepe, CHF 200.-
Rollkragen-Pullover, Zara, privat
Schal, Louis Vuitton, privat
Tasche, MiuMiu, privat

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