Ich packe meinen Koffer

Samstag, 12. Juni 2010

Ich packe meinen Koffer mit ... bzw... ohne ...

 


Ihr kennt bestimmt das Kinderspiel „Ich packe meinen Koffer mit ...", das wir als kleine Knirpse so oft und so gerne gespielt haben. Als ich erst kürzlich mit unserer 6-jährigen Nachbarstochter dieses Gedankentrainings-Spiel spielte, fiel mir auf, dass sie weder Kleider noch Schuhe einpacken würde. Was aber in ihrem Mary Poppins Koffer Platz hatte, waren Bäume, Autos, Telefon oder Häuser; einfach alles, was sie während dem Spiel um sich herum sah.


Wie es das Schicksal wollte, „musste" ich einige Tage später meinen realen Koffer für die, an einer Benezfiz-Tombola gewonnen Malediven-Ferien, packen. (Kein Witz! Sitze soeben auf der Terrasse meines Strandbungalows auf Vakarufalhi im Ari-Atoll, während ich diese Zeilen schreibe, hähä).


Immer wieder ging ich diese sehr kurze Packliste durch und jedesmal musste ich mich vergewissern, dass „Schuhe" nicht auf der Liste standen. Es war so abstrakt. Ich bin weiss Fashion-Gott keine Schuh-Fetischistin, aber einen Koffer ohne Schuhe zu packen, ist wie mit der Titanic ohne Schwimmweste zu reisen, oder nur mit Dolce ein Eis essen zu gehen und den Gabbana an der Copa stehen zu lassen.


Erstaunlicherweise schaffte ich es, und konnte somit flink und keck meinen kleinen und leichten (!) Koffer zum Check-in rollen. Notabene, für den Flug trug ich selbstverständlich bequeme Turnschuhe. Doch als ich den Fuss auf das fast unberührte Insel-Paradies setzte, schmiss ich meine Sneakers in die Ecke und schwebe seither barfuss, wie Robinson Cruso oder Brooke Shields in der „Blauen Lagune" (einfach ohne Freitag und ohne blond gelockten Jüngling) über das Atoll.


Ein kleiner Schritt für mich, ein grosser für meine daheim gebliebenen Schuhe.


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Jessica Mor

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Travel with Style(Me)

Samstag, 01. Mai 2010

Jedes mal, wenn ich im Flieger sitze, wundere ich mich über die Klatscherei die abgeht, wenn der Vogel sein erstes Rad auf den Boden gesetzt hat.


 


Hallo?! Sind wir denn in einer Zirkusvorstellung? Oder meinen die Passagiere wirklich vollen Ernstes, dass wenn der Flieger endlich Boden unter den Rädern hat, alles nun Sicher und Safe ist? Das muss hier auch mal gesagt sein: erst wenn das Flugzeug am Dock angehalten hat, die Triebwerke runterfahren sind, darf man auch offiziell aufatmen, denn bis dahin, kann noch allerhand passieren! Zum Beispiel könnte der Copilot plötzlich den Knüppel übernehmen und wieder durchstarten, weil er Heimweh nach seiner Thai Freundin hat!


 


Dieses leicht dümmliche Phänomen findet übrigens nicht nur in Charterflugzeugen statt, sondern auch auf Linienflügen, seit das Fliegen im Allgemeinen günstiger geworden ist, und sich auch Herr und Frau Kreti-Pleti einen Langstreckenflug leisten können.


 


Das ist aber nur einer der Faux-Pas, die unbedarfte Flugreisende heutzutage leider des öfteren begehen. Mindestens so fahrlässig und einer veritablen Bruchlandung gleichkommend (zumindest fürs modisch minimalst gewöhnte Auge), würde ich nämlich auch gleich deren Reise-Styling einstufen.
Wie um Gottes Willen kommt manchen Fluggästen in den Sinn, im Trainingsanzug von Anno 1980 (hellgrau mit pinkigen Einsätzen) in ein Flugzeug zu steigen??? Und das Ganze womöglich noch im Partnerlook? Die Adiletten auch schon montiert und das Necessaire unter den Arm geklemmt. Da krieg ich echt die Krise! Vor allem wenn dieser besagte Anzug auch noch aus Polyester ist und entsprechend die narkotisierenden Ausdünstungen des Träger verbreitet, grausamerweise häufig noch mit einem markdurchdringenden Billigstdeo getopt - Da kipp ich definitiv weg!


 


Bitte liebe Reisende, es geht auch schick und bequem, in jeder Klasse!


- In der Eco empfehle ich bequeme Hosen und eine rassige Bluse.
- Business darf frau auch zeigen was sie hat, nämlich Bein und Grips
- First Class, das ist mit Abstand die bequemste Klasse. Tagsüber einen schicken Anzug, und wenn es dunkel wird, darf ein stylisher Homedress angezogen werden.


 


Und für den „Mile High Club" (auch bekannt als 10'000 Meter Club) würde ich auch gerne ein paar Styling-Tipps geben, ist aber leider nicht ganz jugendfrei. Und schliesslich befassen wir uns hier mit schönen Kleidern die wir an- und nicht ausziehen. 


Denn wir wissen ja, nur Fliegen ist schöner.


 


Jessica trägt in der Eco:
http://www.styleme.ch/product/marcopolo-caprihose-uma-white/


http://www.styleme.ch/product/tommyhilfiger-bluse-lea-ballerina-pink/#/media/images/productimage-picture-tommyhilfiger-bluse-lea-ballerina-pink-1670_t_w330_h330.jpg



Jessica trägt in der Business:
http://www.styleme.ch/product/tommyhilfiger-kleid-twill-pocket-colebrook/


http://www.styleme.ch/product/vanaystyn-tasche-amber-natural/#/media/images/productimage-picture-vanaystyn-tasche-amber-natural-1570_t_w330_h330.jpg


Jessica trägt in der First:
http://www.styleme.ch/product/81hours-shirt-tick-rdneck-ridge/


http://www.styleme.ch/product/81hours-trainingshose-savio-grey-melange/#/media/images/productimage-picture-81hours-trainingshose-savio-grey-melange-1414_t_w330_h330.jpg


http://www.styleme.ch/product/pampuschen-lilian-schwarz/#/media/images/productimage-picture-pampuschen-lilian-schwarz-1522_t_w330_h330.jpg



Wir danken dem Verkehrshaus Luzern für die Location des Fotoshoots, sowie der Fotografin Janka Schenker.


 

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The devil wears Prada, the angels go StyleMe

Montag, 15. März 2010

Frau stelle sich das mal vor: Mein Mann und ich lagen eines Abends wie die Couch-Potatoes in den schmuddligsten Homedresses, die man sich vorstellen kann, auf dem heimischen bequemen Sofa und schauten TV.


Meine Haare waren zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammengeschnürt, die meines Mannes standen in alle Himmelsrichtungen (gut, er ist ja auch halber Barceloneser, somit darf er das. Siehe auch in meinem Blog vom 15.11.2009 „What Men Want")


Ich muss zugeben, wir fühlten uns ziemlich wohl in unserem cosy Schlabberlook, und wir hätten auch den ganzen Abend noch so schlampig, schlüpfrig und pudelig herumgelegen, hätten wir nicht zufälligerweise im TV diesen spielverderbenden, fiesen, unangekündigten, unverhofften, hinterhältigen Film auf dem Bildschirm angezapped:


„Der Teufel trägt Prada"!


Obwohl wir den Film schon zig mal gesehen hatten, schien mein Mann irgendwie wieder aufs Neue fasziniert von dieser scharfen Satire auf die Modelwelt (ich dachte mir zwar noch, seit wann interessiert der sich denn für Fashion?), und so sahen wir uns also erneut den 100-Minuten-Fashionl-Show-am-laufenden-Band-Film an.


Leicht benebelt und betrunken von all den schönen Designerlumpen, bemerkte ich en passant, dass ich wohl zwar kein Fashion Victim bin, aber solche „Fetzen" auch gerne tragen würde.


Zu meinem grossen Erstaunen kam es vom anderen Sofaende (mit leicht genervtem Unterton, weil er, wie meistens oder eigentlich immer vor dem TV, schon kurz vor dem Wegdösen war): „Ok, Muetter. Nächscht Samschtig gömmer ohni d Chind i d Stadt, und du sueschs dir öpis uus".


Ich dachte bloss: Danke Anne „the Lips" Hathaway, dass du meinen Pantoffelhelden offensichtlich doch so geblendet hast, dass er auch mit dunkelster Heinobrille wohl nie bemerkt hätte, dass ich auch im tollsten Designerfummel auch nur annährend der schönen Mimin gleichen würde! (Okee, jetzt mache ich etwas gar auf Understatement, was ja sonst gar nicht meine Art ist. Aber neben diesem gesamten teuflisch gut aussehenden Schauspielensemble um Meryl Streep und Co. sehe ich im wahrsten Sinne des Wortes alt aus...)


Gerne wäre ich sofort auf den Deal „vom Bengel zum Engel" eingegangen. Doch ehrlich, unter uns, sooo himmlisch gemütlich ist's eben nur zu Hause, und damit dies so bleibt, flüsterte ich meinem Macker ins Ohr: „Danke fürs Angebot. Bin aber zu faul." Habe ich das tatsächlich gesagt?!


 


PS: StyleMe eignet sich hervorragend für Couch-Potatoes... und wie meine neuesten Errungenschaften aussieht, seht ihr auf den Fotos! Natürlich Zuhause...


Blazer Amelie combo, Marc O'Polo, CHF 399.00
Pumps Lesley black, Tommy Hilfiger, CHF 249.00

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P(r)olo on Snow

Samstag, 30. Januar 2010

Stiefel, Leggings, Kopfbedeckung und Diamanten. Schlicht weg alles, was Frau haben muss, wurde in meinen letzten Blogs bereits beschrieben. Nun dreh' ich den Spiess einmal um. Könnt ihr euch einen Mann in Leggings mit Stiefeln, Kappe und Diamanten vorstellen, so richtig sexy, stylish, heiss, und das ganze noch im Winter, ohne Mantel? Nicht? Ich schon, und wie!



Jedes Jahr der gleiche Leckerbissen: St. Moritz Polo World Cup on Snow. Da schmilzt sogar der Lej da San Murezzan unter den Füssen weg. Wahnsinn! Die engen Höschen, die scharfen Stiefel, die stylishen Kolonialhelme und das Polo-Pony, das so viel kostet wie ein Big Diamant Rock! Auch wenn ich nach jedem gespielten Chukker keine Ahnung habe, welche Mannschaft ein Tor geschossen hat, so weiss ich aber jeweils ganz genau, welcher Spieler den knackigsten Allerwertesten hat. Wenn ich diesen dann erkoren habe widme ich mich anschliessend den Fouls neben dem Spielfeld:



Männer in Pelzmänteln, die einem schlecht frisierten Yeti gleichen, Dior Babys, die von der frierenden Nanny im überteuerten Rolls Royce-Kinderwagen über den Schnee geschoben werden und die zitternden kleinen Kläffer (man kennt auch einen anderen Ausdruck für diese Art Hund), die ihre kleinen Schädel nicht mehr heben können, weil ihre Zungen auf dem zugefrorenen See kleben blieben, prägen leider oft das Bild der Prolos on Snow.



Ich muss zugeben, so als Statist dabei zu sein ist schon ein Erlebnis, denn die Hauptrolle überlasse ich gerne den anderen Sternchen und solchen, die schon seit Jahrzehnten verglüht sind. Doch auch diese Spezies, bekannt als altes Luxusweib, schafft es an solchen Events immer wieder aufs Neue aufzufallen. Zobel, Nerz, Leopard, Bisam, Hermlin, etc mussten Höllenqualen leiden, damit das Profil-Neuroseverhalten dieser - zum Glück seltenen Art - zum Ausdruck kommt. Sie schleichen in ihren Pelz-Moonboots um die VIP-Zelte in der Hoffnung, noch einen letzten Bissen vom Iranischen Kaviar (Russischer passt zwar besser in diese Region) zu ergattern.



Besonders auffällig wird das Verhalten dieses Luxusweibchens, wenn ein anderes, jüngeres und noch schwerer behangenes Luxusweibchen die volle Aufmerksamkeit ergattert. Das mögen die alten Schnepfen dann gar nicht, da können ihre aufgepolsterten Schnäbel sowie die gestrafften Bäcklein nicht mehr mithalten. Auch wenn sie fröhlich weiterschnattern und das eingefroren wirkende Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bringen (das hat wohl aber weniger mit der Glückseeligkeit zu tun als viel mehr damit, dass diese Weibchen ihren Chirurgen verklagen sollten), sind sie bestimmt um jeden Schluck Champagner froh, der ihnen das Grauen versüsst und sie mit einem kleinen Schwipps wieder etwas (noch) kindischer werden lässt.



In diesem Moment wende ich mich dann jeweils gerne wieder den schöneren Dingen des Lebens zu und warte den nächsten Chukker ab, denn da wird noch mit natürlichen Mitteln nachgeholfen, nämlich mit richtigen Kerlen und echten, natürlichen Stuten.



Viva la Grischa


Jessica Mor trägt:
Daunenmantel Liva black, By Malene Birger, CHF 328.00 (SALE)
Mütze Geoffrey charcoal, By Malene Birger, CHF 63.00 (SALE)

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Heilige Nacht, pampuschlige Nacht

Montag, 21. Dezember 2009

Jedes Jahr der gleiche Stress, jedes Jahr die gleiche nachträgliche Erkenntnis: nächstes Jahr besorge ich die Weihnachtsgeschenke bereits im August. Wenn die Kaufhäuser auch schon so früh die Weihnachtsbeleuchtung an die Fassaden hängen, dann kann ich doch wohl auch schon im Sommer die Geschenke besorgen.

Aber nicht nur das mit den Geschenken ist so eine Sache. Auch das persönliche Weihnachts-Styling sollte perfekt sein und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.


Hier meine X-mas Favorites:


Das Kleid sollte im Empire-Stil geschneidert sein. Schliesslich soll der Bauch unter dem Stoff noch viel Platz haben. Und ich gehe nicht die Gefahr ein, mit der gestopften Weihnachtsgans verwechselt zu werden.


Der Schmuck: Schlicht und elegant! Bloss nicht zu viel des Guten, sonst kommt der Partner noch auf die dumme Idee, dass es nächstes Jahr keinen neuen Bling Bling mehr gibt, weil ihr diese Weihnachten dem Christbaum bereits Konkurrenz macht.


Und nun die Schuhe. Da hat sich frau doch die heissesten Treter gekauft und möchte diese voller Stolz der Familiengemeinschaft vorführen. Doch HALT! Ab heute werden die Schuhe vor der Türe ausgezogen, den Pflotsch auf der Strasse möchte ich nicht in der guten Stube haben, wird einem beim Eintreffen klar gemacht.


Da empfehle ich die stilvollen und heissen Pampuschen. Die ganze versammelte Familienbande wird ab diesen süssen Pantöffelchen entzückt sein. Ich bin mir sogar sicher, dass der mürrische Onkel Franz diese ohne Beisein seiner Frau, der Tante Olga, regelmässig anziehen wird.


Ach, wie ich mich wieder auf diesen nie endenden Wahnsinn freue.


In diesem Sinne, wünsche ich frohe und bequeme Festtage und einen fulminanten Start in ein gestyltes und schickes 2010.


 


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What men want

Sonntag, 15. November 2009

Erst kürzlich flanierte ich mit meiner Mutter durch das Stadtzentrum von Barcelona, wohl eine der schönsten und aktivsten Städte der Welt. Sie kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die vielfältige, historische Architektur, diese Mischung von Tradition und Modernität, das Zusammenspiel von Kultur, Stil und Harmonie, faszinierten sie von Beginn an, so wie wohl die meisten erstmaligen Besucher der Hauptstadt Kataloniens.

Als wir uns der Plaça de Catalunya näherten und dabei an einem grossen Einkaufshaus vorbei kamen, standen davor eine handvoll junger Mädchen, die durch ihre Kleidung sehr auffielen.


Meine Mutter stupste mich an und meinte leicht irritiert, dass diese Mädels doch einen sehr extravaganten Kleidungsstil tragen würden. Ich erwiderte, (vermeintlich) allwissend und leicht mütterlich: „Ach Mami, du häsch ja kei Ahnig!" Es sei doch allgemein bekannt, dass sich die Barcelonesen sehr freaky und hippie anziehen würden und dies zum Stadtbild gehört, wie die eigenwilligen Glockentürme der weltberühmten Kathedrale Sagrada Familia.


Doch innerlich staunte auch ich schon sehr über die zerrissenen Netzstrümpfe und Hotpants. Auch die Frisuren waren eine Sehenswürdigkeit für sich. In alle Himmelsrichtungen standen die Haare und sahen eher wie vom katalanischen Architekten Antoni Gaudí gestaltete Waschmops aus.


Plötzlich wurde mir aber klar: Es war Halloween! Das musste es sein, denn anders konnte ich mir diesen Modeausrutscher nicht erklären. Doch die Wahrheit überfiel mich im selben Moment wie ein Hammer. Innert Minuten standen Hunderte von kreischenden jungen Señoritas vor dem Kaufhauseingang . Es war keine Halloween Verkleidung, und auch kein Treffen der Bettelkinder von Barcelona - Nein! Es war der Verkaufsstart für Konzerttickets der deutschen Teenie-Pop-Gruppe TOKIO HOTEL!!


Dass die Bubies Bill Kaulitz und Co. auf Mädchen stehen (falls die wirklich auf Mädchen stehen...?), die aussehen wie sie selbst, ist ja noch irgendwie nachvollziehbar. Doch was ist mit den richtigen Kerlen? Zum Beispiel den schicken Züri-Machos bei uns zu Hause? Auf welchen Style fahren denn die im Winter bei uns Frauen ab?


Ich machte mich an die Säcke - äch, auf die Socken, und fragte mich bei einigen besonders exemplarisch virgilen Vertretern des „starken Geschlechts" um. Resultat: Unisono und ohne Wenn und Aber kam eine klare, direkte Antwort zurück:


„Es muss dem männlichen ästhetischen Wohlempfinden entsprechen. Im Moment - und immer wieder zu dieser Jahreszeit - ist es die Kombination von Stiefel und Rock. Nur Stiefel oder nur Rock alleine sind es nicht. Sondern Stiefel, mit langem Schaft, ohne Firlefanz, und dann, mit träumerischem Zwischenspiel, darüber: der Rock. Eine Handbreit über den Knien. Eleganz pur!"


Also Girls, falls Ihr noch alte Ugg Boots habt, bitte an eine Wohltätigkeitsorganisation weitergeben. Die Overknees, die Ihr an 1.80m Top Models gesehen habt, würde ich auch dem „Verein Gestiefelter Kater" verschenken. Nicht alle Katzen können solche „Beinlederröhren" tragen. Und überhaupt, diese kommen bei den meisten Männern so oder so ganz und gar nicht gut an.


Und zu Euch Jungs, Euch tun wir den Gefallen und streifen uns die Stiefelchen über unsere Wädelchen, denn:


„These boots are made for walking, and that's just what they'll do, one of these days these boots are gonna walk all over you." - „Are you ready boots? Start walkin'!"


Danke Nancy Sinatra, du sprichst mir aus der Seele.


Kleid: Amanda schwarz, K by Karl Lagerfeld, CHF 300.00
http://www.styleme.ch/product/karl-lagerfeld-kleid-amanda-schwarz/


Boots: Verve Reddish Brown, Vic Matié, CHF 525.00
http://www.styleme.ch/product/vic-matie-stiefel-verve-reddish-brown/


 


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Minijupe ade - Herbst yuhee!

Donnerstag, 01. Oktober 2009

Muss ich jetzt wirklich „Vogue" oder „Instyle" abonnieren, um herauszufinden was diesen Herbst hip und trendy ist, was die Superstars tragen oder was toll aussieht und vor allem was nicht?


Nein, es reicht auch schon mal, bewusst die Augen zu öffnen und sich zum Beispiel die Zürcher Gesellschaft anzuschauen. Vor allem die Frauen.


Einige dieser „Mädels", die langsam aber sicher auf die zweite Hälfte ihres Centuriums zusteuern, fuhren doch diesen Sommer voll auf den „ich habe den kürzesten Jeans-Minijupe-Ätschibätsch-Style" ab. Finde ich irgendwie ur-komisch, wenn sowohl meine sexy 14-jährige Nichte als auch die jung gebliebenen Damen die gleichen hyper-kurzen Röcke tragen.


Ich frage mich sowieso immer wieder, was denn der Grund für die Ganz-Bein Schau sein sollte! (Wenn ich Ganz-Bein schreibe, dann beinhaltet dies leider meistens auch die raushängenden „Füddlibaggen"!)


Ich habe ein bisschen rumgefragt, und erhielt ganz einfache und logische Antworten wie zum Beispiel:


„Ich gehe bloss in die Badi mit dem Minijupe." - Aha ...auch wenn die Badi 50 Kilometer vom Wohnort entfernt ist? Soso.


Wie auch: „Meine Beine werden so auch braun" - Hm....aber die Cellulite bleibt orange, oder was?


„Ich war mit der Schöpferin des Mini, Mary Quant, eng befreundet" - Ja ja...das war erst kürzlich ...1962!


Ich bin ja so froh, dass der Herbst endlich Einzug hält und uns Kleidungstechnisch wieder ein wenig „zugeknöpfter" werden lässt.


Ich liebe einfach die Herbstmode! Stylische Schals, heisse Stiefel und trendige Cardigans. So brauche ich mir, bis zum nächsten Sommer, keine Gedanken mehr über hängende Knie und unrasierte Beine zu machen.


Darum, es lebe der goldene Herbst, es lebe die Herbstmode!


 


Jessica Mor trägt:

Mantel Tally black, By Malene Birger, CHF 729.00
Mütze Geoffrey charcoal, By Malene Birger, CHF 105.00
Schal Palace charcoal, By Malene Birger, CHF 239.00
Leggings Bulko black. By Malene Birger, CHF 239.00

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Es kommt eben doch auf die Grösse an!

Dienstag, 25. August 2009

Der Druck ist nicht nur gross bei der Entstehung eines Diamanten, nein auch beim Mann, der seiner Liebsten den richtigen Stein schenken möchte!

Denn, sind wir doch mal ehrlich: „Size matters!" - gerade auch bei einem „Brilli"..!


Kommen wir zurück zum Felsen, ich meine natürlich zum Steinchen.

Ein guter Freund von mir hat mir vor ein paar Jahren mal erzählt, dass er seiner damaligen Freundin (heute sind sie getrennt...komisch...) einen Diamantring schenken wollte. Fair wie er ist, ging er mit ihr zusammen zum Juwelier, damit sie sich das Ringli, das er ihr schenken wollte, anschauen konnte. Leider kann ich mich nicht mehr an die Karat-Zahl erinnern, jedoch sehr wohl an seine - und ihre - Reaktion.


Nachdem sie sich den Stein angeschaut hatte, meinte sie: „He Mann, spinnst du? Der ist so gross wie ein Kieselstein, nachdem man diesen nochmals 37'402'380 mal verkleinert hat!" (Ich glaube, das waren zwar nicht ganz ihre Worte, aber so in etwa stell ich mir die Szene beim Edeljuwelier vor).


Er war ausser sich und konterte: „Hey Chick, es kommt nicht auf die Grösse an, sondern auf die Reinheit, die funkelnde Farbe und den Wahnsinns-Schliff. Aber es scheint, dass du von Tuten keine Ahnung hast ..."


Ich stimmte ihm natürlich absolut zu. „Aber sicher! Du hast recht, lieber Freund. Es kommt nicht auf die Grösse, sondern auf die inneren Werte an!"


Heute frage ich mich, war ich wirklich ehrlich zu ihm? Wollte ich ihm dannzumal nicht an die Schultern fassen, ihn schütteln, und an den Kopf klopfen: „Helloooouuuu McFly? Anybody home?"


Wir Chicks wollen The Big One, The Huge One, The Biggest of the Biggest - the ROCK! Auch wir können unseren Alterungsprozess nicht stoppen, und schon gar nicht an den Händen! Stellt Euch vor, mit 50 oder 60 schrumpflige Hände und ein kleines Nütelinüt am Finger? Nein! Wir wollen unsere Altersflecken mit einem grossen, einem sehr grossen Stein verdecken und ablenken, ablenken von dem wahren Alter.


Doch auch ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Ich sass gestern wieder einmal im Bucherer an der Bahnhofstrasse (einer meiner Lieblingsbeschäftigungen), um meine Ringe rhodinieren zu lassen. (Wow...danach sahen sie aus wie neu, und ich musste meinen Liebsten nicht zwingen, wieder ein paar Neue zu kaufen). Ich kam mit Ulrich Peters, Sales Manager und Diamantengutachter bei Bucherer, ins Gespräch. Sein Statement ist klar und deutlich (quasi brillant):


„Wie Sie so witzig bemerkten: "Size matters!" Of course it does, but quality does also!!!


Der korrekte Brillantschliff (sog. Cut) ist neben Carat und Colour ein entscheidendes Kriterium. Proportionen und Symetrie sind verantwortlich für die Dispersion, d.h. die Lichtbrechung, und genau das lässt einen Brillanten in ewigem Glanz erstrahlen!


Wenn Sie nun bspw. Duty free in einem exotischen Flughafen einen „grossen" Brillanten zu einem sensationell tollen Preis angeboten bekommen, kann es dann sein, dass die Sache einen Haken hat?


In der Regel handelt es sich dann um Steine die auf "Gewicht geschliffen" worden sind. Die Proportionen stimmen überhaupt nicht (z.B. ist der Winkel der Oberteilfacetten viel zu hoch, die Tafel viel zu klein, die Rundiste viel zu breit etc.) Dadurch wird letztlich der Kunde getäuscht (oder sollte ich sagen betrogen?)!


Das alles führt natürlich dazu, dass der Stein eine völlig missratene Lichtbrechung bekommt und das Schönste, nämlich seine Brillanz verloren geht. Oftmals wird so aus einem Stein der eigentlich 0.7ct haben müsste bspw. ein Einkaräter "getrickst".


So kam es vor ca. einem halben Jahr vor, dass ich eine Dame, die nach ihren Ferien stolz ihren neuen "Brillanten" zeigte, um ihn von uns begutachten zu lassen, schwer enttäuschen musste aufgrund der minderwertigen Qualität ihres Steines."



Das sind dann wohl die unangenehmen Seiten eines riskanten "Grössenwahns", liebe Ladies und so bleibt uns auch hier wieder mal die Frage nicht erspart, ob es wirklich nur auf die Grösse an kommt. Ich habe auf alle Fälle etwas gelernt und kann die Frage mit gutem Gewissens mit „Jein" beantworten.

Auch mein Lover ist dank diesem Artikel ein Profi geworden. Denn nun weiss er, dass er - wenn er das nächste Mal von der Stadt nach Hause kommt - mindestens einen 1.5 Carat mit D Colour, IF Clarity und einem Excellent Cut im Schächteli dabei haben muss - und wohl um etwa CHF 72'000.- erleichtert sein wird.


Man(n) gönnt sich ja sonst nichts....


 


 


Und hier noch für alle Interessierten ein kurzes 1x1 der Diamanten:



Die 4C sind die Kriterien zur Bestimmung der Qualität und des Wertes eines Diamanten.


Carat - Gewicht
Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat gemessen. Ein Carat hat 0,2 Gramm. Ein Carat besteht aus 100 Punkten. So entspricht das Gewicht eines Diamanten von 50 Punkten 1/2 oder 0,50 Carat.


Colour - Farbe
Die beste Farbe eines Diamanten ist die völlige Farblosigkeit. Bei einem absolut farblosen Diamanten durchdringt weisses Licht den Stein mühelos und tritt in den Regenbogenfarben wieder aus.


Clarity - Reinheit
Die meisten Diamanten haben sehr kleine natürliche Merkmale, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Je weniger und je kleiner diese Einschlüsse sind, umso besser kann das Licht den Stein durchdringen.


Cut - Schliff
Ausschlaggebend ist, wie ein Diamant geschliffen und poliert wurde, da diese Faktoren das Leben eines Steines - die Brillanz und das Feuer - bestimmen. Es muss ein Optimum an Brillanz und Farbzerlegung herrschen.


 


Kategorien: Jessica Mor
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